Interview: Samak Kitvarametha Samak Kitvarametha gehört seit 2010 zum Planet-Sports Skateboard Team. Inzwischen ist er schon Team Manager. Grund genug für uns, dem sympathischen Münchner einige Fragen zu stellen: Playboard: Was treibst du eigentlich zur Zeit? Samak: Momentan arbeite ich recht viel, sowohl in meinem normalen Beruf wie auch für EMillion. Wenn die Zeit es zulässt gehe ich skaten. Zum Glück bekomme ich meistens alles unter einen Hut.
Playboard: Wie kommt es eigentlich zu deinem Spitznamen "Samak"? Samak: Samak ist eigentlich kein Spitzname, es ist mein erster Vorname. Samak ist ein alter thailändischer Name. Mittlerweile schaffen es meine Mitmenschen sich diesen Namen zu merken und nachdem der ja besser zu mir passt, fangen sie auch an mich so zu rufen.
Playboard: Fühlst du dich mehr zu Deutschland oder Tailand hingezogen? Samak: Das ist eine gute Frage... Ich liebe beide Länder und fühle mich in beiden Ländern irgendwie zu Hause. Wo ich mich wirklich hingezogen fühle, kann ich gar nicht so recht sagen. In Deutschland genieße ich die gewisse Freiheit, ich habe hier ein Auto, kenne mich gut aus und spreche die Sprache. In Thailand sind die Menschen offener, das Wetter besser und das Leben leichter und billiger. Vielleicht habe ich auch nur deswegen einen positiven Eindruck von Thailand, weil ich bisher immer nur zum Urlauben dort war. Urlaub und Leben sind zwei verschiedene Dinge. Ein Land zu bereisen ist eine Sache, in einem Land zu leben eine andere.
Playboard: Was machst du nach dem Aufstehen als erstes? Samak: Meistens greife ich nach meinem iPhone. Ob ich dabei nun den Wecker ausmache, Mails checke oder an freien Tagen einfach Nachrichten lese, ist relativ gleich. Die erste Handlung ist meistens der Griff nach dem Wunderwerk!
Playboard: Da du ja auch selber Fotos schießt, lieber vor oder hinter der Kamera? Samak: Eigentlich stehe ich lieber hinter der Kamera. Gut, beim skaten davor, allerdings auch nur dann, wenn ich mich gut an einem bestimmten Spot fühle. Fotos mache ich selbst eigentlich nur hobbymäßig. Ich finde es schön, wenn man bestimmte Augenblicke und Stimmungen festhalten und diese mit anderen teilen kann.
Playboard: Wie kamst du zum Skaten? Wer hat dich damals gepushet? Samak: Ich hatte damals die Wahl zwischen einem Mountainbike oder einem Skateboard. Nachdem ich auf das Fahrrad hätte warten müssen, habe ich, nachdem mein Bruder bereits ein Skateboard hatte und ich dieses sofort bekommen konnte, mich für letzteres entschieden. Ich habe diese Entscheidung nie bereut. Gepusht haben mich als kleiner Junge Sami Harithi, Jürgen Horwarth und Claus Dieter Span. Jürgen konnte schon damals alle möglichen Shovits, Sami war immer Welten voraus, hat mich immer nach Tricks gefragt, von denen ich im Leben noch nie gehört hatte und Didi hat damals schon Sachen gemacht, die heute noch ziemlich heftig wären. Ansonsten eben die ganze Bones Brigade, Mariano, Hill, Hirata, McNatt....
Playboard: Du bist ja gleichzeitig auch Teammanager von Emillion, was sind deine Aufgaben genau? Samak: Ich kümmere mich um unser Team, prüfe deren Bestellungen und schaue, dass ich unser Budget sinnvoll verwalte und einteile. Darüber hinaus versuche ich auch privat immer ein offenes Ohr für meine Jungs zu haben und auch für sie da zu sein, wenn es sich um Dinge abseits von Skateboarding handelt. Ansonsten das übliche: Teamstruktur, Sponsoring usw.
Playboard: Dein bisheriges Highlight 2011 war? Samak: Das bisherige Highlight dieses Jahr war definitiv mit Shane O´Neill privat zu skaten, und das noch in Bangkok. In Videos schaut das ja schon immer gut aus, wenn man DAS aber mal live erleben darf, ist das auf jedenfall etwas ganz besonderes!
Playboard: Was liegt 2011 noch so an? Samak: Reisen, soviel wie möglich, auch wenn es nur kurze Wochenend Trips sind. Und wie jedes Jahr werde ich definitiv im November nach Thailand fliegen und mich dort wieder mit einigen Leuten treffen und eine gute Zeit haben!
Playboard: Welcher der deutschen Youngguns fasziniert dich gerade? Samak: Ben, Fabi, Fleischer... wenn man die zu den Youngguns zählen kann. Alle sind ja mittlerweile schon fester Bestandteil im deutschen Skateboarding.
Playboard: Welche Frage würdest du dir gerne selbst mal in einem Interview stellen? Samak: Was würdest du jungen Skatern mit auf den Weg geben?
Playboard: Na dann sag mal. "Was würdest du jungen Skatern mit auf den Weg geben"? Samak: Skateboarding sollte immer Spaß machen, unabhängig davon, ob man gut ist oder nicht. Man sollte nicht skaten, um verbissen Sponsoren an Land zu ziehen und dadurch Fame zu bekommen, sondern einfach fahren, weil man das Gefühl liebt auf einem Board zu stehen oder nach viel harter Arbeit endlich einen Trick zu machen. Go skate, love life and stop hatin´! < zurück
Von Axel Vetter
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