Spatial Experience - Just leave your footprintSchneller – grösser – weiter. Der Drang nach ständiger Erneuerung und Fortschritt haben Raum und Zeit neu definiert. Das Gefühl von Distanz und dem menschlichen Leistungsvermögen ist der globalisierten und hoch technologisierten Gesellschaft seit geraumer Zeit abhanden gekommen. Nicht aber den Herren Reto Kestenholz, Seb Bumann, Sten Smola, JurekRuppen und L.evi Luggen. Diese lassen sich nicht von Konsum und Geschwindigkeit beirren, sondern toben sich lieber in den entlegensten Ecken der Alpen aus.

Auch über den Jahreswechsel ging es wieder tief in die Berge. Ein kleiner Report liegt uns vor:
Der Übergang ins neue Jahr begann gleich mit einem Paukenschlag: Massive Schneefälle, stürmische Winde und ansteigende Temperaturen veranlassten die Behörden dazu, das Oberwalliser Hochtal Goms für unbestimmte Zeit zu schliessen. Nur dieses Mal sollte mir die Flucht aus dem Tal nicht mehr gelingen. Ein mulmiges Gefühl, wenn man beim Einschlafen das gewaltige Donnergrollen herabgleitender Lawinen hört und man sich weder vorwärts noch rückwärts bewegen kann. Eingesperrt in einem Dörfchen namens Blitzingen, im Herzen der Alpen, machte ich das Beste aus meiner Situation und stiess zusammen mit den Schicksalsgefährten des Dorfes und meinem letzten Bier in der Hand auf das neue Jahr an. Hello 2012.
 Nach einem gewaltigen Start ins neue Jahr verwandelte sich die Gegend bald in eine märchenhafte Winterlandschaft mit stabilen Verhältnissen. Dies bescherte der ganzen Spatial Experience Crew Reto Kestenholz, Seb Bumann, Sten Smola, JurekRuppen und L.evi Luggen unvergessliche Tage in den steilen Flanken des Lötschentals und den nie endenden Hängen des Goms. Bereits Mitte Januar machte das bluebird Wetter aber wieder dem nächsten Tief Platz. Gerade rechtzeitig mit dem wieder einsetzenden Schneefall besuchte uns unser finnische Freund Jari Salo. Die folgenden Tage kämpften wir uns durch hüfttiefen Schnee in einem verlassenen Skiresort am Fusse des Furkatunnels. Wo früher noch alte Sessellifte baumelten, zeigte uns Reto Kestenholz, dass verrostete Stahlseile auch anders genutzt werden können. Aufgrund der rasch ansteigenden Temperaturen endete die Powderparty aber leider viel zu früh. Ein Phänomen, dass uns leider den ganzen Januar begleitete: Sturm mit massenhaft Schnee und kurz darauf rasant ansteigende Temperaturen! Dies lässt uns den Klimawandel auch im tiefsten Winter nicht ganz vergessen. Photos: Raffi Schmid, Silvano Zeiter
Mehr Infos: www.spatial-experience.com
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Von Axel Vetter
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