Red Bull Bomb the Line ReviewDer neu Chef der Baustelle am Berliner Forum heißt Shane O'Neill! In der größten Session, die der weltbekannte Street-Spot jemals gesehen hat, kämpften am Samstag, den 07. Juli, 50 Skateboarder aus 15 Nationen um die Krone. Vor den begeisterten Zuschauern gaben sie beim Red Bull Bomb the Line alles für die beste Line. Drei Obstacles, 100 Meter, 50 Skater – doch nur einer konnte den ersten Platz machen. Shane O'Neill, das australische Wunderkind, kam, sah und siegte - mit einer fetten Line, bestehend aus Nollie Nosegrind an der langen Hubba, einem perfekten Switchflip aus dem Kicker und einem Nollie Backside Heelflip an den Zehnerstufen. Zweiter wurde der Wuppertaler Mark Frölich vor dem Schweden Josef Scott Jatta.
Double-Set mit Hubba, Kicker und schließlich die Zehner-Stufen samt Rail mussten in einer Line geklärt werden. In Kooperation mit dem Berliner Kulturforum konnte Red Bull einen einzigartigen Contest an einem der großen Street-Spots Europas auf die Beine stellen – und dann sah es trotzdem so aus, als würde alles ins Wasser allen. Nach den ersten zwei Heats, in denen unter anderem Shane O'Neill (Nollie Nosegrind – Switch Flip – Nollie Backside Flip) und Maxim Habanec (Backside 5-0 – 360 Flip – Bigspin Boardslide) bereits erahnen ließen, wie hoch das Niveau im Finale sein würde, verordnete das Wetter erst einmal eine Zwangspause. Kurzzeitig sah der Himmel vielversprechen aus, doch kurz nachdem alles trocken war überschüttete Petrus den Marmor für 2 weitere Stunden mit reichlich Wasser. So konnten die letzten beiden der insgesamt vier 30-minütigen Heats und das halbstündige Finale erst in den frühen Abendstuden über die Bühne gebracht werden.
Doch das Warten bis 19 Uhr hatte sich gelohnt, sowohl für die Fahrerals auch die Crow, die trotz des Wetter durchhielt undfür eine perfekte Stimmung sorgte. Der aukommende Sonnenschein trug einen nicht unerheblichen Teil dazu bei. Die HAuptstadt selbst schickte auch einen Fahrer an den Start:Pascal „Kalle“ Reif ging als Local Hero für Berlin ins Rennen und konnte sich auf „seine“ Stadt verlassen: „Es hat mir mega viel Spaß gemacht. Wusste erst nicht, wie es so werden würde mit diesem Contest-Format, aber im Endeffekt war es voll die krasse Stimmung und es waren super viele Leute da. Es war quasi wie beim Fußballspiel im eigenen Stadion.“ 
Beim Red Bull Bomb the Line sollte der besondere Flavour des Top-Spots am Kulturforum erhalten bleiben. Dass dieser Plan voll unf ganz aufgegeangen ist, bestätigt Skatemental-Pro Shane O'Neill: „Super, dass das hier ein richtiger Street-Spot ist. Sie haben ein paar Features hinzugefügt, aber dabei den Charakter des Spots bewahrt.“ So brachte das Course-Design die individuellen Stärken der Fahrer voll zur Geltung: Die übermenschliche Boardkontrolle von Albert Nyberg gleichermaßen wie die gewaltige Airtime von Anti-Hero-Pro Chris Pfanner, der seinem Spitznamen „Pfanner Airlines“ mal wieder alle Ehre machte. Dabei ist die Baustelle alles andere als ein Kindergeburtstag, wie Pascal Reif klarstellt: „Du siehst den Spot auf Video und denkst: Geiler Boden, geiles Double Set. Dann bist du hier und siehst, wie lang das Set ist und dass du in 'ner Bank landest. So easy ist das gar nicht.“
Eine der größten Überraschungen des Nachmittags kam weder aus Amerika noch aus Berlin – sondern aus Wuppertal. Jart-Pro Mark Frölich, der sonst eher selten auf Contests zu finden ist und lieber auf der Straße skatet, konnte die Tatsache, dass Red Bull Bomb the Line eben nicht auf einem klassischen Skate-Course stattfand, perfekt für sich nutzen. Seine Line (Frontside Noseslide – Backside Flip – Backside 180 Fakie Nosegrind) brachte Mark einen verdienten zweiten Platz ein, der ihn selbst überraschte: „Ich kann‘s kaum fassen, dass ich hier auf dem Contest den zweiten Platz gemacht habe. Und erst recht nicht, dass ich dafür nur einen Versuch gebraucht habe. Das Format finde ich super, wahrscheinlich habe ich deswegen auch gut abgeschnitten – ist halt Straße. Deswegen hat's heute wohl so gut geklappt, der Spot lag mir ziemlich.“ 
Die Results der Finals: 1. Shane O'Neill (USA) 2. Mark Frölich (GER) 3. Josef Scott Jatta (SWE) 4. Marek Zaprasny (CZE) 5. Chris Pfanner (AUS) 6. Thaynan Costa (POR) 7. Maxim Habanec (CZE) 8. Albert Nyberg (SWE) 9. Maxime Genin (FR) 10. Pascal Reif (GER) 11. Lem Villemin (GER) 12. Alex Mizurov (GER) Endlich gibt es die Highlights auch in bewegten Bildern: Mehr Infos: www.redbull.de/redbullbombtheline
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