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Auf ein Döner mit Felix Urbauer

Auf ein Döner mit Felix Urbauer

Felix, du wieder hier, verlorenes Kind? Erzähl, was verschlägt dich zurück nach Oberstdorf?
Mama eigentlich. Mama und Döner. Fast meine ganz Verwandtschaft wohnt im kleinen Oberstdorf
und zu Weihnachten muss man sich da einfach blicken lassen. Ausserdem sind zu der Zeit jede Menge alte Freunde aus Stuttgart hier, die ich viel zu selten treffe und von daher... alles top.

Döner mit allem?
Mehr als das. Exotischer Döner mit Ananas und Schafskäse. Statisch gesehen ein ganz schön waghalsiger Snack, wie er da wankt.
Dazu Uludag, die Türkensprite aus der Dose. Sweet.

Erste Pause, wir müssen bestellen…

Erzähl doch kurz mal was über dich, für alle diejenigen, die dich nicht kennen.

Die Frage is doof. Wenn man mich nicht kennt, bin ich ja ziemlich egal und wenn man mich kennt, gähnt man auch, weil man es ja eben schon einigermaßen weiss. Ich heisse Felix und neben vielen anderen Dingen filme ich gerne Sachen. Die letzten Jahre hab ich das hauptsächlich mit Isenseven getan.

Du arbeitest jetzt ja offiziell nicht mehr bei Isenseven. Wie kam es dazu und erzähl uns doch mal, was deine jetzigen Projekte sind und was da noch so nachrückt?
Da muss ich dich etwas korrigieren. Ich werde nach wie vor mal mit der Crew zum Filmen kommen. Ich habe aber beschlossen, mich neben dem Snowboarding noch auf viele andere Dinge zu konzentrieren. Während der Zeit als einer der drei Isenseven Producer, kamen immer mehr Anfragen aus anderen Bereichen und mit der Zeit hab ich es sehr genossen, mal irgendwo total branchenfremd einzusteigen und Dinge umzusetzen, die mit dem Korsett "Snowboardfilm" unmöglich umsetzbar gewesen wären.
Die Intros und generell das Filmen waren bei Isenseven immer der Schwerpunkt von mir und ich hab gemerkt, dass ich die Filme immer in eine Richtung drücken wollte, die das Filmen an sich hervorhebt.
Jedes Intro sollte möglichst anders als der Rest sein, alles durcheinandergewürfelt, immer ein neues Thema, null Konstanten. Bis ich irgendwann gemerkt hab... der eigentliche Snowboardfilm rückt für mich in den Hintergrund und für das Publikum, das nicht die ganzen tollen, witzigen Geschichten während der Trips mitbekommt, wirkt das Ganze am Ende fast schon zu steril. Nicht "picture this"-steril, aber dennoch zu steril, um noch gut greifbar für die Kids zu sein. Gleichzeitig war das irgendwie ein totaler Widerspruch zu den Tagen, als ich mit Snowboarden angefangen habe und anfing kleine Filme darüber zu machen. Meine ersten paar Filme waren viel eher das, was ich selber sehen wollte, nämlich völlig amateurhaftes, greifbares, ungeschminktes Snowboarden, Skits, Party und symphatische Leute, zu denen man schnell einen Bezug aufbaut. In der Konstellation mit uns dreien war es nicht ganz einfach, all dies unter einen Hut zu bekommen. Ist ja auch irgendwie schizophren, professionell den naiven Spaß der Anfangstage reanimieren zu wollen.
Entweder vollgas Spaß, mit entsprechendem Soundtrack oder halt bestenfalls optisch toll und filmerisch top. Das war so grob mein Wunsch. Beides funktioniert aber nur schwer mit einer so jungen Zielgruppe, denen der ganze Filmschnickschnack reichlich wurscht ist, während man gleichzeitig auch den berechtigten Erwartungen von jeder Menge Sponsoren gerecht werden muss und jeder noch seinen eigenen künstlerischen Anspruch einbringt. Wobei wir da zugegebenermaßen recht privilegiert waren. Unser oder speziell Vincents Stil wurde immer sehr geschätzt und wir hatten relativ freie Hand. Dennoch… es war Zeit um neben Isenseven noch etwas anderes aufzubauen. Deshalb mach ich jetzt, neben Snowboarding, das nach wie vor mein Hauptfokus bleibt, auch selbstständig wieder eigene Filme, zum Teil auch mit Vincent zusammen: von Skating, Städtereportagen bis Musikvideos eigentlich alles worauf ich Lust habe. Und wenn es sich ergibt, gerne auch mit der alten Isenseven Crew, sofern es Sinn macht.

Hast du ein Lieblingsprojekt?

Schwierig. Wenns vorbei ist, ist jedes Projekt ja irgendwie schön und sei es nur weil der Stress nachlässt. Das Drunken Masters Video zu drehen hat viel Spaß gemacht. Das schönste im letzten Jahr war aber wohl, beim Atagge Film ein bisschen die Hand drüber zu haben, wenn die zwei Jungs Probleme hatten. Zu sehen, mit wie viel Hingabe Alex und Jage an ihr eigenes Video herangingen und ihnen bei kleineren Problemen zu helfen, war cool. Ich glaub das Projekt sollte auch weitergehen, genau die Art von Film vermiss ich im Moment in Europa.
Einen Film, der von guten Snowboardern gemacht ist und nicht aus Unwissen sondern aus künstlerischem Willen auf Schnickschnack verzichtet und hervorhebt, worum es den Jungs jeweils geht. Trashig, radikal und einigermaßen ignorant gegenüber dem Mainstream. Wobei das immer ne haarige Aussage ist. Darüber hinaus bin ich im Moment sehr glücklich über meinen neuen Job als Head Teamfilmer, weil ich dadurch weiterhin viel zum Reisen komme. Ich bin eben erst aus Korea gelandet, plane gerade einen kleinen Teamtrip direkt ins Allgäu, sofern der Schnee mitspielt und danach geht's noch nach Japan und in die USA zum Filmen. Kann mich also nicht beschweren.

Guten Appetit!

Danke. Bin schon fertig mit Essen. RÜLPS!

Von was/wem außer Döner lässt du dich inspirieren?

Frechdachs! Inspiration kommt oder sie bleibt weg. Je mehr man seinen Kopf benutzt, desto länger bleibt sie - in der Regel. Aber wenn ich die letzten Jahre mit den Jungs was gelernt hab, dann, das ein gutes Video mindestens 80 Prozent Handwerk ist. Oder sein sollte. Und dann erst kommt das I-Tüpfelchen. Die tollste Idee nützt nix, wenn sie einfach nicht ordentlich umsetzbar ist, nicht zu einem passt, nicht bezahlbar ist oder sie nur 5 Leute kapieren.

Wort. Ich sehe, wir haben gezahlt und werden uns jetzt trennen. Du fährst ja heute Abend noch nach München. Kommst du wieder zurück, irgendwann?
Logisch. Ich bin eigentlich immer hier, wenn ich in München nichts zu tun hab oder grad nicht auf Reisen bin. Zum Powdern ist das Gebiet der Wahnsinn, wenn man sich ein bisschen auskennt. Es gibt jede Menge Filmspots, wenn man die Augen offen hält und so langsam erwacht das Tal auch endlich mal. Es gibt Contests, Skateparks, ne neue Autobahn und was Medienbetreuung angeht, erkenn ich hier im Vergleich vor 5 jahren sowieso nix mehr wieder. Von daher... klar komm ich wieder. Die Saisonkarte soll sich ja auch lohnen.

Auf bald!


Fotos: Steffen Kornfeld

Mehr Infos über Felix: www.felixurbauer.com
Mehr Infos über Sony: www.doenerfreund.de
Mehr Infos zu Oberstdorf: www.oberstdorf.de und www.kleinwalsertal.com

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